Nach einiger Zeit der schriftstellerischen Stille in diesem Blog – hier als wieder einmal ein paar Zeilen aus der Lätti.
Heute ist Sonntag – um 8.15 sitze ich vor unserem gemütlichen Reihenhäuschen und geniesse es schier grenzenlos, dass sich die Sonne noch hinter den Wolken versteckt und somit die Temperatur noch nicht so hoch ist. Nach dem herrlichen Regen von gestern erst recht nicht.
Und wie ich so da sitze und die Ruhe gniesse, plärt ein Schaf in der Nähe. Seit ein paar Tagen hat ein benachbarter Bauer nun – da wir auf dem Lande leben – ein paar Schafe in der Nähe unseres Hauses parkiert. Wenn das mit den Dingern so wäre mit den Kühen oder Auto, dann wäre ja das noch einigermassen erträglich. Aber eines dieser Schafe plärt nun schon seit einer Stunde “mäh, mäh” etc.
Da denke ich den Bären, der wieder einmal sich erdreistet hat und aus dem wilden Italien in die geschützte Schweiz gekommen ist. Dabei hat er doch auf seinem Weg durch die Berge ein paar Schafen den Garaus gemacht. Einen Teil hat er wohl gegessen. Warum er andere Schafe auch einfach ins Jenseits befördert hat, darüber rätseln nun ganze Heerscharen von Forschern. Dabei, liebe Forscher, liegt dies doch auf der Hand. Kommen Sie zu mir in die Lätti, setzen Sie sich neben mich, an einem solch schönen gemütlichen Sonntag Morgen und Sie werden verstehen.
Darum wär ich heute gerne ein Bär. Und vielleicht gäbe es dann heute Abend, wenn wir draussen den WM Final (mein erstes Liveerlebnis an dieser WM) anschauen, anstelle von Schweinekoteletts ein Schafsragout.